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  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Das Wichtigste in Kürze
  3. Warum die korrekte Passform deines Helms so entscheidend ist
  4. Diese Hilfsmittel brauchst du zum Messen
  5. Kopfumfang messen Schritt für Schritt
  6. Vom Kopfumfang zur passenden Grösse
  7. Den Helm richtig anprobieren und auf Sitz prüfen
  8. Häufige Fehler beim Messen

Helmgrösse messen, so findest du die richtige Passform

Marc · 12.05.2026
Tipps & Tricks · 8 Min. Lesedauer

Ein Helm schützt nur dann, wenn er passt. Egal ob Tactical-Helm, Schutzhelm oder Velohelm, ohne die richtige Grösse verlierst du Sicherheit und Komfort. Die gute Nachricht ist, du musst dafür weder ins Geschäft fahren noch viel investieren. Mit Massband oder Schnur gelingt es dir deine Helmgrösse zu messen in unter zwei Minuten und ganz einfach zuhause. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du den Kopfumfang sauber misst, ihn in die richtige Grösse umrechnest und am Helm prüfst, ob er wirklich sitzt.

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Marc
Freue dich auf abenteuerhafte survival Themen!
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Das Wichtigste in Kürze

Die Helmgrösse ergibt sich direkt aus deinem Kopfumfang in Zentimetern. Mit Massband oder Schnur ermittelst du den Wert sicher und in unter zwei Minuten.

  • Massband zwei Fingerbreit über den Augenbrauen und Ohren waagerecht um den Kopf legen
  • Band eng am Kopf führen, ohne einzuschneiden, und am Schnittpunkt den Wert ablesen
  • Zwei bis drei Messungen für ein präzises Ergebnis durchführen
  • Den ermittelten Wert mit der Grössentabelle des Herstellers abgleichen
  • Liegt dein Wert zwischen zwei Grössen, wählst du beim Velohelm tendenziell grösser, beim Tactical- oder Schutzhelm eher kleiner
  • Helm anprobieren, Kinnriemen schliessen und mit Schütteltest und Fingerprobe den Sitz prüfen

Warum die korrekte Passform deines Helms so entscheidend ist

Ein Helm ist ein hochpräzises Stück Schutzausrüstung. Seine ganze Funktion baut darauf auf, dass die harte Schale und die Polsterung im Inneren genau zu deinem Kopf passen. Ist der Helm zu gross, verrutscht er bei der ersten ruckartigen Bewegung. Ist er zu klein, drückt er an den falschen Stellen, entwickelt Wärmestaus und kann die Konzentration empfindlich stören. Beides nimmt dir genau das, was du vom Helm erwartest, nämlich verlässlichen Schutz und einen unauffälligen Sitz, wenn es darauf ankommt.

Bei einem Aufprall verteilt sich die Energie über die Schale und wird von der Innenpolsterung gedämpft. Diese Mechanik funktioniert nur, wenn der Helm wie eine zweite Haut auf dem Kopf liegt. Sitzt er locker, gleitet er bei einem Schlag zur Seite und ein Teil der Aufprallkräfte wirkt direkt auf den ungeschützten Bereich. Genau dort entstehen die Verletzungen, die ein gut sitzender Helm verhindern würde.

Das gilt unabhängig davon, in welcher Situation du den Helm trägst. Im Einsatz, beim Schiesssport, bei der Arbeit auf der Baustelle oder auf dem Velo nach Hause. Wer einmal Zeit in die saubere Messung investiert, bekommt das vielfach zurück, in Form eines Helms, der wirklich schützt und den du auch über Stunden noch gerne aufhast.

Schutzwirkung und Sicherheit bei Einsatz und Sport

Die Schutzwirkung eines Helms steht und fällt mit der Passform. Eine ausgereifte Schale, modernste Materialien und ein durchdachtes Polstersystem nützen dir wenig, wenn der Helm beim Aufprall vom Kopf rutscht oder sich verkantet. Genau deshalb ist die richtige Helmgrösse keine Komfortfrage, sondern ein zentraler Sicherheitsfaktor. Studien und Unfallanalysen zeigen immer wieder, dass eine falsche Grösse zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen für schwerere Kopfverletzungen gehört.

Im taktischen Einsatz oder beim Schiesssport kommen zusätzliche Belastungen dazu. Der Helm muss auch dann fest sitzen, wenn du dich ruckartig drehst, in Deckung gehst oder dich zu Boden wirfst. Auf dem Velo wirken bei einem Sturz hohe Drehmomente. In all diesen Szenarien zählt jeder Millimeter Passgenauigkeit. Wer beim Messen sauber arbeitet, legt das Fundament für eine Helmgrösse, die im Ernstfall genau das tut, wofür sie gebaut wurde.

Tragekomfort über lange Stunden hinweg

Komfort ist beim Helm kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass du ihn überhaupt trägst. Wer den ganzen Tag in voller Ausrüstung unterwegs ist oder mehrere Stunden im Sattel sitzt, merkt jeden Quadratzentimeter Polsterung, der nicht zur Kopfform passt. Ein zu enger Helm fängt nach kurzer Zeit an zu drücken, sorgt für Kopfschmerzen und macht dich unkonzentriert. Ein zu lockerer Helm rutscht in die Stirn, verstellt das Sichtfeld und nervt mit ständigem Nachjustieren.

Beides reduziert deine Leistungsfähigkeit. Im Einsatz lenkt jedes körperliche Unwohlsein von der eigentlichen Aufgabe ab. Auf dem Velo erhöht ein verrutschender Helm das Unfallrisiko, weil dein Blick immer wieder vom Verkehr abdriftet. Wer beim Messen sauber arbeitet und sich für die Grösse entscheidet, die wirklich passt, hat nach zehn Minuten genauso wenig Beschwerden wie nach acht Stunden.

Folgen einer falschen Passform

Eine falsche Helmgrösse hat Folgen, die weit über das offensichtliche Sicherheitsrisiko hinausgehen. Ein zu grosser Helm verrutscht beim Bücken, beim Laufen oder beim Schauen über die Schulter. Ein zu kleiner Helm drückt punktuell auf die Schädeldecke, an den Schläfen und am Hinterkopf. Beide Fehler kosten dich nicht nur Komfort, sondern auch Schutzwirkung im Ernstfall.

Dazu kommt der schleichende Effekt auf das Material. Ein Helm, der auf Spannung sitzt, presst die Innenpolsterung dauerhaft zusammen und verliert mit der Zeit Form und Dämpfung. Ein zu loser Helm wird ständig nachjustiert, der Verstellring leiert aus, das Polster wird unsauber belastet. Der praktischste und ehrlichste Folgeeffekt ist aber dieser: Helme, die nicht richtig passen, werden schlicht nicht mehr getragen. Und ein Helm, der im Spind liegt, kann seine Aufgabe nicht erfüllen.

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Diese Hilfsmittel brauchst du zum Messen

Du brauchst weder ein Spezialwerkzeug noch eine professionelle Messstation, um deine Helmgrösse zuverlässig zu ermitteln. Was du benötigst, findest du in den meisten Haushalten direkt im Werkzeugkasten oder im Nähkästchen. Wichtig ist nur, dass das Hilfsmittel flexibel genug ist, um sich der Kopfform anzupassen, und dass es sich nicht durch Zug verlängert oder zusammenzieht.

Plane für die Messung etwa zwei bis drei Minuten ein. Wer es richtig macht, misst nicht nur einmal, sondern wiederholt den Vorgang, um Abweichungen auszugleichen. Ein Massband, ein Spiegel und im Idealfall eine zweite Person reichen aus, um auf eine genaue Helmgrösse zu kommen, die du anschliessend direkt mit der Grössentabelle deines Herstellers abgleichen kannst.

Massband, Schnur und weitere Alternativen

Das beste Hilfsmittel ist ein flexibles Schneidermassband, wie du es aus dem Nähbedarf kennst. Es passt sich der Rundung deines Kopfes an, lässt sich präzise ablesen und liefert auf den Millimeter genaue Werte. Wenn du keines zur Hand hast, tut es auch eine unelastische Schnur, ein dünner Faden oder ein Stück Paketkordel. Du legst die Schnur einmal um den Kopf, markierst den Schnittpunkt mit einem Stift und legst sie anschliessend an einem Lineal oder Zollstock zum Ablesen aus.

Vermeide elastische Bänder, dehnbare Kordeln oder Garn, das sich beim Anziehen verlängert. Solche Hilfsmittel verfälschen den Wert und liefern entweder einen zu kleinen oder einen zu grossen Kopfumfang. Genauso ungeeignet sind dicke Wollschnüre oder breite Stoffbänder, weil sie sich am Kopf verkanten und nicht sauber anliegen. Ein Stift zum Markieren und eine ruhige Hand reichen aus, um aus einer einfachen Schnur ein präzises Werkzeug zu machen.

Spiegel und zweite Person für saubere Werte

Wenn du allein misst, ist ein Spiegel dein wichtigster Verbündeter. Er zeigt dir auf einen Blick, ob das Massband waagrecht verläuft oder ob es auf einer Seite abrutscht. Achte besonders auf den Hinterkopf, wo das Band gerne nach unten gleitet, weil du den Bereich nicht direkt sehen kannst. Wer auf Nummer sicher gehen will, fotografiert die eigene Messung mit dem Smartphone von der Seite und kontrolliert die Position auf dem Bild.

Bei Kindern führt am besten kein Weg an einer zweiten Person vorbei. Die Aufmerksamkeitsspanne junger Köpfe ist knapp, und genau in dem Moment, in dem du das Band schliesst, dreht sich der Sprössling weg. Eine zweite Person hält das Band ruhig, du liest in Ruhe den Wert ab. Kinderhelm welche Grösse die richtige ist, lässt sich nur dann sauber beantworten, wenn der Kopfumfang stimmt. Plane lieber zwei Anläufe ein, statt mit einem unsicheren Wert in den Onlineshop zu gehen.

Kopfumfang messen Schritt für Schritt

Den Kopfumfang messen ist keine Wissenschaft, aber es lohnt sich, ein paar Dinge zu beachten. Wer hektisch oder mit dem falschen Hilfsmittel arbeitet, bekommt am Ende einen Wert, der ein bis zwei Zentimeter daneben liegt. Genau diese paar Zentimeter entscheiden später aber darüber, ob du die richtige oder die falsche Helmgrösse bestellst. Mit drei einfachen Schritten kommst du auf einen sauberen Wert, den du direkt mit der Grössentabelle abgleichen kannst.

Setz dich oder stelle dich aufrecht hin und sorg für gutes Licht. Lange Haare nimmst du nach hinten oder bindest sie locker zusammen, damit sie nicht zwischen Massband und Kopf liegen. Auch eine dicke Frisur kann den Wert verfälschen. Wer eine Brille trägt, kann sie für die reine Messung absetzen, das spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind die nächsten drei Punkte.

Die richtige Position über Stirn und Ohren

Die korrekte Position des Massbands ist der wichtigste Schritt der ganzen Anleitung. Setze das Band etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen an, also ungefähr 1 bis 2 Zentimeter darüber. Von dort führst du es waagrecht über die Schläfen, oberhalb der Ohren bis zum Hinterkopf. Am Hinterkopf liegt das Band knapp über der Stelle, an der du die kleine Erhebung des Schädels spürst. Genau dort befindet sich die breiteste Stelle deines Kopfes, und genau dort wird die Kopfgrösse gemessen.

Achte darauf, dass das Band nirgends abkippt. Schief verlaufende Massbänder gehören zu den häufigsten Fehlerquellen. Ein gerader Verlauf ergibt einen ehrlichen Wert. Das Band sollte fest am Kopf anliegen, ohne dass du dich angeschnallt fühlst. Ein einfacher Test ist, ob du noch normal atmen kannst, ohne dass das Band rutscht. Sitzt es so, dass es weder einschneidet noch durchhängt, hast du die richtige Spannung gefunden.

Den Wert korrekt ablesen und notieren

Wenn das Massband sauber liegt, suchst du den Schnittpunkt, also die Stelle, an der die Null des Bands wieder auf das Band trifft. Dort liest du den Wert in Zentimetern ab. Geh dabei nicht auf glatte Werte rauf oder runter, sondern notiere genau, was steht. Liegt der Schnittpunkt zwischen zwei Markierungen, rundest du auf einen halben Zentimeter, also zum Beispiel auf 57,5 cm.

Hast du mit einer Schnur gemessen, kommt jetzt der zweite Arbeitsschritt. Halte die Markierung am Lineal oder am Zollstock und liest den Wert genauso präzise ab. Schreib dir das Ergebnis direkt auf, idealerweise zusammen mit dem Datum. So weisst du beim Bestellen oder beim Vergleich verschiedener Hersteller jederzeit, mit welchem Wert du arbeitest, ohne nachträglich messen zu müssen.

Mehrfach nachmessen für ein präzises Ergebnis

Eine einzelne Messung ist nie aussagekräftig genug, um daraus die endgültige Helmgrösse bestimmen zu können. Auch erfahrene Messer sind ein paar Millimeter daneben, sobald das Band leicht verrutscht oder die Spannung minimal anders ist. Mach deshalb zwei bis drei Wiederholungen, am besten mit kleinen Pausen dazwischen, in denen du das Band komplett vom Kopf nimmst und neu anlegst.

Vergleiche die Werte. Liegen sie alle innerhalb von einem halben Zentimeter, ist die Messung sauber. Bei grösseren Abweichungen prüfst du, ob du das Band wirklich an derselben Position angesetzt hast oder ob es einmal abgerutscht ist. Bilde am Ende den Mittelwert und runde leicht auf den nächsten halben Zentimeter. Dieser Wert ist die Grundlage für alles, was jetzt kommt, von der Tabelle bis zur Anprobe.

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Vom Kopfumfang zur passenden Grösse

Mit deinem ermittelten Wert in der Hand stehst du jetzt vor der nächsten Frage. Helm welche Grösse ist nun die richtige? Die Antwort findest du in der Grössentabelle des Herstellers. Helmgrössen werden nicht nach einem einheitlichen System vergeben. Jeder Hersteller arbeitet mit eigenen Innenformen und eigenen Toleranzen. Was bei einer Marke ein M ist, kann bei der nächsten als L laufen. Genau deshalb ist die Tabelle des konkreten Modells der wichtigste Anhaltspunkt.

Bei einem ballistischen Helm spielt das Verstellsystem zusätzlich eine grosse Rolle. Moderne Tactical-Helme wie auch Schutzhelme bieten Verstellbereiche von vier bis sechs Zentimetern und gleichen damit kleinere Differenzen aus. Bei unserer Auswahl an Schutzhelmen findest du zu jedem Modell die passende Grössentabelle und kannst direkt prüfen, ob dein Kopfumfang in den angegebenen Bereich fällt.

Grössentabelle und Umrechnung in Zentimeter

Eine typische Helm Grössentabelle für Erwachsene beginnt bei etwa 53 Zentimetern und reicht bis 64 Zentimetern. Diese Spanne wird in der Regel auf die internationalen Buchstabengrössen XS, S, M, L, XL und XXL aufgeteilt. Als grobe Orientierung gilt, ein Kopfumfang von 53 bis 54 Zentimetern entspricht einem XS, 55 bis 56 ergibt ein S, 57 bis 58 ein M, 59 bis 60 ein L und alles darüber wandert in den XL- und XXL-Bereich. Diese Werte sind keine harte Norm, sondern die Mehrheitsmeinung der Hersteller.

Für Kinder gilt eine eigene Tabelle, die deutlich tiefer ansetzt. Hier beginnen die Grössen schon bei einem Kopfumfang von rund 45 Zentimetern und reichen je nach Modell bis 56 oder 58 Zentimeter. Genau wegen dieser Unterschiede solltest du dich nie auf den Buchstaben allein verlassen, sondern immer die konkrete Tabelle des Modells konsultieren, das du kaufen willst. Nur sie verbindet die Schalenform mit den realen Innenmassen.

Wenn dein Wert zwischen zwei Grössen liegt

Es kommt häufig vor, dass dein gemessener Wert genau auf der Grenze zwischen zwei Grössen liegt. Bei einem Kopfumfang von 58 Zentimetern stehst du bei vielen Herstellern zwischen einem M, das bis 58 reicht, und einem L, das bei 58 beginnt. In diesem Fall entscheidet die Art des Helms, in welche Richtung du gehen solltest.

Bei der Wahl der Velohelm Grösse gilt die einfache Faustregel, im Zweifel die grössere zu wählen. Velohelme arbeiten mit einem Verstellrad am Hinterkopf, das den Innenring um zwei bis drei Zentimeter zusammenzieht. Damit lässt sich eine etwas grössere Helmgrösse spielend an deinen Kopf anpassen, du hast aber Reserven, falls du im Winter eine dünne Mütze unter dem Helm trägst.

Beim Tactical-Helm und beim klassischen Schutzhelm sieht die Sache anders aus. Hier weitet sich die Polsterung mit der Zeit durch Wärme, Feuchtigkeit und Tragen. Ein Modell, das im Laden schon locker sitzt, ist nach wenigen Wochen zu gross. Wähle deshalb bei diesen Helmtypen tendenziell die kleinere Variante. Ein leichter Anpressdruck am ersten Tag ist normal und lässt mit der Zeit nach.

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Den Helm richtig anprobieren und auf Sitz prüfen

Du hast den Helm bestellt, das Paket steht vor dir, jetzt geht es an die wichtigste Frage. Welche Helmgrösse passt wirklich? Die Tabelle gibt dir die Richtung vor, aber das letzte Wort hat dein Kopf. Helme fühlen sich beim ersten Aufsetzen oft ungewohnt an. Die Polsterung ist neu, die Schale hat keinen Spielraum, jeder Druckpunkt ist deutlich spürbar. Genau deshalb gibt es ein paar handfeste Tests, mit denen du in zehn Minuten weisst, ob die Grösse stimmt.

Plane für die Erstanprobe etwa eine Viertelstunde ein. Setz den Helm auf, schliesse den Kinnriemen, justiere das Verstellsystem und beweg dich ganz normal. Dreh den Kopf, beug dich nach vorne, schau über die Schulter. Ein guter Helm bleibt dabei genau dort, wo er hingehört, mitten auf dem Kopf, mit dem vorderen Rand etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen.

Schütteltest und Fingerprobe für den richtigen Sitz

Der Schütteltest ist der schnellste Weg, um zu prüfen, ob die Grösse stimmt. Helm aufsetzen, Kinnriemen schliessen und dann den Kopf seitlich, nach vorn und nach hinten ruckartig schütteln. Ein Helm in der richtigen Grösse macht das alles ohne Murren mit. Er sitzt fest, verrutscht nicht und kippt nicht über die Augenbrauen oder in den Nacken. Spürst du, dass die Schale beim Schütteln eigene Wege geht, ist sie eine Nummer zu gross.

Die Fingerprobe ergänzt den Schütteltest. Schieb zwei Finger zwischen die Stirn und den Innenrand des Helms. Bekommst du sie locker dazwischen, ohne den Helm zu verformen, ist er zu gross. Ist es ein knapper Spalt, in den du die Finger nur mit etwas Druck schieben kannst, sitzt der Helm richtig. Der finale Test geht so. Pack den Helm vorne und hinten und versuche bei geschlossenem Kinnriemen, ihn vom Kopf zu ziehen. Lässt er sich abziehen, ist die Grösse falsch oder der Riemen zu locker.

Druckstellen erkennen und vermeiden

Behalt den Helm nach dem Aufsetzen mindestens zehn bis fünfzehn Minuten ruhig auf dem Kopf, am besten beim Sitzen oder beim ruhigen Stehen. Erst nach dieser Zeit kannst du seriös beurteilen, ob er bequem ist. In den ersten Minuten ist alles neu, das Polster gibt nach, dein Kopf gewöhnt sich an die ungewohnte Belastung. Was nach fünfzehn Minuten immer noch unangenehm drückt, wird auch nach drei Stunden nicht besser.

Punktueller Druck an Stirn, Schläfe oder Hinterkopf ist immer ein Warnsignal. Er deutet entweder auf eine falsche Grösse oder auf eine Kopfform hin, die nicht zur Innenform des Helms passt. Bei Tactical-Helmen und vielen modernen Velohelmen lassen sich Wangen- und Innenpolster austauschen oder umlegen, um kleine Differenzen auszugleichen. Bei klassischen Schutzhelmen entscheidet die Schale. Wenn der Helm nach einer Viertelstunde immer noch drückt, lege ihn wieder weg und probier eine andere Grösse oder ein anderes Modell.

Kinnriemen und Verstellsystem korrekt einstellen

Der Kinnriemen ist die letzte Sicherung des Helms. Wenn er falsch sitzt, bringt auch die beste Schale nichts. Stell ihn so ein, dass die Riemen unter dem Ohr ein V bilden, mit dem Schnittpunkt knapp unter dem Ohrläppchen. Der Riemen sollte nicht auf dem Ohr aufliegen und auch nicht weit darunter durchhängen. Schliess den Kinnriemen so, dass du noch knapp einen Finger zwischen Riemen und Kinn schieben kannst.

Das Verstellsystem am Hinterkopf, das du bei Velohelmen, Tactical-Helmen und vielen Schutzhelmen findest, übernimmt die Feinjustierung. Es zieht den inneren Ring zusammen oder lockert ihn. Ein paar Klicks reichen, um den Helm spürbar fester oder weiter zu machen. Trage den Helm einige Minuten und justiere dann nach, weil sich Polsterung und Schale leicht setzen. Bei Einsätzen oder längeren Touren lohnt es sich, das System zwischendurch zu kontrollieren.

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Häufige Fehler beim Messen

Auch wenn das Messen einfach ist, schleichen sich gerne ein paar typische Fehler ein. Sie kosten dich oft genau die zwei oder drei Zentimeter, die später entscheiden, ob der Helm passt oder nicht. Wer die häufigsten Stolperfallen kennt, kann sie sofort umgehen und kommt mit einem einzigen Messdurchgang auf den richtigen Wert.

Die zwei häufigsten Fehler haben mit der Position des Massbands und mit dem zu tun, was du auf dem Kopf trägst, während du misst. Beide klingen banal, sind aber für die meisten Fehlmessungen verantwortlich. Wer sie vermeidet, kann sich das Nachmessen oft sogar sparen.

Falsche Position des Massbands

Der häufigste Messfehler ist eine falsche Position des Massbands. Sitzt es zu tief in der Stirn, zu nahe an den Augenbrauen oder gar zu weit oben am Scheitel, bekommst du jedes Mal einen anderen Wert. Auch ein schief verlaufendes Band, das auf einer Seite des Kopfes höher ansetzt als auf der anderen, verfälscht die Messung um mehrere Millimeter.

Genauso oft passiert der zweite Fehler, zu fest oder zu locker spannen. Ziehst du das Band stramm, drückst du die Haare zusammen und kommst auf einen zu kleinen Wert. Lässt du das Band lose hängen, bekommst du einen zu grossen Kopfumfang. Die Mitte ist die Lösung. Das Band liegt eng am Kopf an, ohne einzuschneiden, und ohne dass es bei einer leichten Bewegung verrutscht. Mit ein bisschen Übung hast du die richtige Spannung in unter einer Minute gefunden.

Messen über Mütze oder Kopfbedeckung

Der zweite klassische Fehler ist, dass die Messung über einer Mütze, einem Stirnband oder einem Schal stattfindet. Selbst eine dünne Mütze legt einen halben bis ganzen Zentimeter Material zwischen Massband und Schädel. Bei einer dickeren Wollmütze sind es schon mal zwei Zentimeter. Das Ergebnis ist ein zu grosser Kopfumfang, der dich später zur falschen Helmgrösse führt.

Miss deshalb immer direkt auf der Haut beziehungsweise auf den Haaren, ohne zusätzliche Schichten dazwischen. Wenn du im Einsatz oder bei der Arbeit regelmässig eine Mütze unter dem Helm trägst, ist eine zweite Messung mit Mütze sinnvoll. So weisst du, ob du im Sommer und Winter noch in derselben Helmgrösse unterwegs bist oder ob du fürs kalte Wetter einen leichten Spielraum brauchst. Wer regelmässig Mützen und Caps unter dem Helm trägt, sollte das in seine Grössenwahl von Anfang an einplanen.

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